FAQ

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

 

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Hier haben wir für Sie die am häufigsten gestellten Fragen (Frequently Asked Questions) im Überblick zusammengestellt.

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Beweissicherung mit Drohnen

Mit welchen Drohnen arbeiten wir?

Phantom 3

Aufnahmen bis zu 4k mit maximal 30 Bildern pro Sekunde (fps) Bild Qualität von 4.000 x 3.000 Pixel, 360°-Schwenk rundum möglich.

Inspire 1

Aufnahmen in 4 K bei 24-30 fps, Öffnungswinkel 94°, feste Brennweite. Die maximale Auflösung beträgt 12 Megapixel. Aufnahmemöglichkeiten jpg und verlustfreies RAW Format.

Welche Anforderungen oder Zulassungen gibt es für den Drohnenflug?
Aufstiegserlaubnis gemäß § 15 Abs. 1 Nr. 7 LuftVO und Nachweis der ausreichenden Kenntnis – Nachweis zur Steuerung von UAS Fluggeräten gemäß § 21 a Abs.4 Satz 3 Nr.2 der Luftverkehrs-Ordnung.

Mit Anerkennungsnummer .DE AST.009 vom 12.10.2017 mit Zulassung bis : 11.10.2022 werden diese Auflagen durch unsere Personen – Ausbildungsnachweis nach LuftVO erfüllt

UAS-RPAS-Drohnen

In Deutschland ist der Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen erlaubnispflichtig. Bei der Kategorie der unbemannten Luftfahrtsysteme (UAS) handelt es sich um unbemannte Fluggeräte, die nicht zu Zwecken des Sports oder der Freizeitgestaltung betrieben werden.
Dient die Nutzung des Gerätes dem Zweck des Sports oder der Freizeitgestaltung, so gelten die Regelungen über Flugmodelle. Ist mit dem Einsatz hingegen ein sonstiger, insbesondere ein gewerblicher Nutzungszweck verbunden, so handelt es sich um ein unbemanntes Luftfahrtsystem.

Der Inhaber dieses Bausachverständigenbüros verfügt über das Zertifikat sowie die Anforderungen der Allgemeinerlaubnis und der Einzelerlaubnis. Die Prüfung mit Abschluss eines anerkannten Zertifikates wurde erfolgreich absolviert.
Inhalte dieser theoretischen Grundlagen sind

Rechtslage Meteorologie sowie Flugbetrieb
Aerodynamik
Luftfahrtsystem
Luftfahrzonnen-Bereiche

Inhalte der praktischen Anteile im Workshop sind

Grundfunktion App-Steuerungen
Durchführung einer professionellen Auftragsplanung
Pre-Flight-Check
Flugvorbereitung im Alltag, Wertung
Übungs- und Prüfungsflüge
GPS-gestützter Flug und ATTI-Mode (ohne GPS-Unterstützung)

Die allgemeinen Anforderungen wurden mit Hilfe der Drohnentypen PJI Inspire1 Quadrocopter sowie PJI Phantom 3 Quadrocopter geschult und durch Prüfung mit dem abschließenden Zertifikat anerkannt.
Eine Aufstiegserlaubnis wurde durch das Bau-Sachverständigenbüro bei der zuständigen Landes-Luftfahrtbehörde Schleswig-Holstein beantragt und durch diese erteilt.
Gesonderte Einzelaufstiegserlaubnisse können aufgrund der Zertifizierung bundesweit durch das Bau-Sachverständigenbüro je nach den individuellen Erfordernissen beantragt werden.

Wie werden Drohnen zur Beweissicherung an Bauwerken eingesetzt?
Durch die besonderen Anforderungen der erteilten Aufstiegserlaubnis nach § 16 Abs. 1 Nr. 7 LuftVO sowie der langjährigen persönlichen Erfahrung als o.b.u.v. Bau-Sachverständiger bietet der Einsatz einer Flugdrohne einen besonderen Nutzen für unsere Kunden durch die besonders effektive und effiziente Arbeitsweise bei

Beweissicherungen an Gebäuden
Beweissicherungen von Straßenzügen
Aufnahmen von Brandschäden
Aufnahmen bei Sturmschäden
Elementaren Hochwasserschäden
Besonders schwer zu erreichenden Bau-Schadensbereichen und
Schwer zugängigen Bereichen zur Beweisaufnahme

Ihr Nutzen:

Der Drohneneinsatz zur Unterstützung bei Erstellung von Gutachten, insbesondere im Bereich der Versicherungen, Gemeinden Kommunen, Banken, öffentlichen Verwaltungen und Hausverwaltungen, wird aufgrund der vermehrten wirtschaftlichen Aspekte eine stärkere Gewichtung erfahren.

Das Aufstellen eines Autokranes mit Fahrkorb bzw. der Gerüstbau kann nach wie vor eine schnelle Lösung bieten. Kostengünstiger und wirtschaftlich kann aufgrund der Genehmigungsverfahren und des zeitlichen Aufwandes jedoch die Unterstützung der Flugdrohne als sinnvollere Alternative in Erwägung gezogen werden. Hier können sehr viel mehr Lichtbildnachweise sowie Videoaufnahmen erzeugt werden. Zusätzlich findet keine unnötige Bausubstanzbelastung oder -gefährdung statt. Der Einsatz einer Drohne unter dem heutigen Stand der Technik (GPS-Systeme) stellt eine hohe Sicherheit dar.
Ein wirtschaftlicher Aufstieg ist bereits dadurch gewährleistet, dass mit den bislang üblichen Methoden schwer zugängige Bereiche nicht eingesehen werden konnten. Dies ist durch den Einsatz der Flugdrohne nun absolut und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten adäquat möglich.

Wie funktionieren Inspektionsflüge mit Drohnen?
Inspektionsflüge zur Erstattung eines Sachverständigenberichtes für einen Prüfungsflug oder Sachverständigenbericht bzw. gutachterlichen Versicherungsschadenbericht können mit Einsatz der Flugdrohne sehr gut ebenfalls bei schwer zugängigen Bereichen durchgeführt werden. Klassisch wären hier teure Steiger, Kräne oder Hubschrauber vonnöten.
So können wirtschaftlich Sturm- oder Feuerschäden bzw. weitere Schäden aufgrund von anderen Einflüssen aufgenommen werden und mit digitaler Foto- und Videotechnik entsprechend dokumentiert werden.

Mögliche Einsatzbereiche sind z. B.

Brückenbauten
Hochhäuser
Hohe Dachflächen
Werksmasten
Schornsteine
Funktürme
Hohe Anlagen
Windkraftanlagen
PV-Anlagen auf Dächern
Kirchengebäude
Gebäude, die sich im Wasser befinden
Steilhänge
Geräte und Hochbauten
Industrieanlagen
Kräne
Fassadenprüfungen

Die aktive Kamerastabilisierung in beiden Drohnenausführungen des Multicopters ist an einem sogenannten Brushless-Gimbal befestigt. Diese stabilisiert die Kamera bei jeder Fluglage und ist somit unabhängig von den Bewegungen des Fluggerätes. Die Drohne lässt sich komplett vom Boden aus steuern, was sich entsprechend bei jeder Witterungslage zeigt. Dies garantiert eine objektive Begutachtung mit optimaler Bildfolge.

Wie helfen Drohnen mit Luftvermessung, Thermografie oder Zustandsanalyse?
Für Vermessungsaufgaben fliegt eine Drohne, die mit besonderer Software ausgestattet ist, einen programmierten GPS-Kurs ab. Der eingegebene Flugplan beinhaltet genaue Positionen, Höhen, Richtungen und Fluggeschwindigkeiten. Die Dateneingaben können sowohl bei Geländeabflügen oder Vertikalflügen Verwendung finden.

Während des Flugs erstellt die Kamera in festgelegten Bereichen überlappend horizontal oder vertikal Aufnahmen des zu vermessenden Gebietes.
Mit wenigen am Bodden aufgenommenen Referenzpunkten oder sog. Abstandspunkten kann dieses geplante Foto sehr genau kalibriert werden und anschließend als Planungsvorgabe dienen.

Einsatzbereiche

Planungsvorgabe
Landwirtschaft
Forstwirtschaft
Rehkitzrettung

Thermographie

Zusätzlich ist es möglich, die Drohne im Aufgabenbereich des Sachverständigen bei Thermografieaufnahmen zur Unterstützung von Beweisgrundlagen zu nutzen.

Mit einer Infrarotkamera lassen sich aus der Luft (maximal 100 Meter) Inspektionen von PV-Anlagen, Gebäuden und weiteren Anlagen durchführen, die eine thermografische Untersuchung von Gebäuden und anderen Konstruktionen erforderlich machen.

Erschütterungs- und Schwingungsmessungen für Hoch- und Tiefbauarbeiten

Was sind Erschütterungsmessungen nach DIN 4150?
Das GSP misst und überwacht Erschütterungen zur Feststellung des vorhandenen Erschütterungsniveaus und zur begleitenden Dokumentation als Beweissicherung.
Erschütterungsmessungen nach DIN 4150 Teil 2 und Teil 3 werden bei Eintageseinsätzen, z. B. bei Rammarbeiten (Spundwand, Dalben), Verdichtungsarbeiten mit Vibrationswalzen oder als Dauerüberwachungen über mehrere Wochen bei Baustellen durchgeführt. Gutachterliche Stellungnahmen und Prognosen nach DIN 4150 Teil 1 über zu erwartende Erschütterungen werden von uns erstellt.
Welche Messtechnik wird verwendet?
Das verwendete Gerät (GSP) vom Typ InnoMeter 4150-3 dient zur Messung von Erschütterungen an Bauwerken nach DIN 4150-3. Aus schwerem Baubetrieb, Straßenverkehr, Maschinenbetrieb oder auch Sprengungen wirken Erschütterungen auf vorhandene Gebäudesubstanz ein. Das InnoMeter 4150-3 misst diese Erschütterungen, bewertet sie sofort normgerecht und kann zu jedem Zeitpunkt Auskunft über die aufgetretenen Schwingungen geben. Sowohl in einer Ereignisliste als auch grafisch werden die Erschütterungen festgehalten, welche zu einer Überschreitung der Warn- oder Alarmschwelle führten.

Gegenüber anderen Messlösungen kann diese (GSP-System) zur 4150-3 auch die auftretende Hauptfrequenz der Erschütterung bereits während der Messung und mit hoher Genauigkeit analysieren. Damit wird die Auswertung zur Laufzeit möglich: Eine farbliche Hinterlegung des Messwertes signalisiert den aktuellen “gut/schlecht” Zustand. Es ist zudem jederzeit möglich – auch während der Messung – einen oder mehre druckreife Zwischenberichte zu erzeugen.

Beweissicherungsgutachten für Hoch- und Tiefbauarbeiten

Was für Beweissicherungsgutachten für Hoch- und Tiefbauarbeiten führt das Sachverstsändigenbüro Robert Grams durch?

Wir bieten Beweissicherungsgutachten für Hoch- und Tiefbauarbeiten ürberregional für Tief- und Straßenbau sowie bei innerstädtischen Sanierungen gem. DIN 4150 und gem. DIN 4123 an. Unter anderem:

  • Beweissicherung von Bauzustandsaufnahmen von Gebäuden und technischen Anlagen und Umfeldanlagen von Bauwerken
  • Beweissicherung in fotografischen hoch auflösenden digitalen Rasteraufnahmen und nachfolgender Gegenüberstellung mit 24,3 Mio. PixelExmor/10 Einzelbildern/s, Spiegelreflexkameraaufnahmen mit GPS Standortnachweis
  • Beweissicherung von Gebäuden, Straßenverläufen und Anlagen im HD Filmverfahren im Format Full HD-Video /AVCHD / 24,3 Mio. Pixel Exmor™ APS HD CMOS, Full HD
  • Beweissicherung zur Schadensanalyse mittels mobiler Mikroskop Digital Kamera, zur nachhaltigen Feststellung von Neu- und Altschadensablagerungen in Bauwerksrissbildungen mit 3,5- bis 35-facher Vergrößerungsmöglichkeit und 4-fach Digitalzoom im JPEG-Format 1208-960 sowie AVI-Video 320* 240 Bildpunkten
  • Beweissicherungen für Versicherungen für den Bedarfsfall bei Hoch- u. Straßenbau- u. Abbruch- u. Tiefbau- u. innerstädt ischen Sanierungsarbeiten und Vorhaben
  • Beweissicherungen bei Erd- und Grundbaumaßnahmen
  • Beweissicherungen bei Spezialtiefbauarbeiten
  • Beweissicherungen im Vor- und Nachgang jeder Maßnahme
  • Rissmonitorverfahren im Standard oder Langzeit/Überwachungsverfahren
  • Datenloggverfahren
  • Beurteilung des Baukörperzustandes für zu erwartende Beeinflussungen von Baufeldschwingungen gem. DIN 4150 Teil III Einwirkung auf bauliche Anlagen, Anwendungsbereiche zum Schutz auftretender Erschüttungsquellen.
  • Gutachterliche Stellungnahmen zur Ermittlung eventueller Ersatzansprüche, nach Neuwert- und Zeitwert-Regelung sowie Haftpflichtversicherungsbewertung auf Basis der allgemeinen Versicherungswirtschaft
  • Objekt und Areal bezogene begleitende Beweissicherung im Verlauf der gesamten Bau- oder Sanierungsphase
  • Bauschadensanalyse/ Langzeit Zeitrafferlichtbildaufnahmen
  • Langzeitmessungen auf der Basis elektronischer Messgeber (z. B. Inklinometer und Positionsüberwachung kontinuierliche Lage-/Neigungsmesssysteme und Längenabweichungen/Positionsüberwachung)
    Präzisionsmessungen/Beweissicherungen mittels Schlauchwaagenmesssystem für Langzeitüberwachungen Setzungs- und Bewegungsüberwachung/ Setzungsüberwachung von Objekten aller Art mittels hydrostatischen Sensoren im Messungsbereich von 0,5 mm Genauigkeit.
  • Sachverständige Stellungnahmen oder Dokumentationen oder Gutachten zur Bewertung aufgetretener bzw. angezeigter Schäden
Welche Mindestanforderungen gibt es zum Thema Sicherungsmaßnahme, nach den Normativen Weisungen?

Gemäß DIN bei Tiefbauleistungen werden gefordert:

  • DIN 4123 Ausschachtungen, Gründungen und Unterfangungen im Bereich bestehender Gebäude
  • DIN 4150 Teil III Einwirkung auf bauliche Anlagen Erschütterungsmessungen mit handelsüblichen Geräten
  • DIN EN 12063 Ausführung von besonderen geotechnischen Arbeiten (Spezialtiefbau) Spundwandkonstruktionen
  • DIN 4107 Setzungsbeobachtungen, wenn erforderlich

DIN 4123 weist aus:

8.6 Beobachtung des bestehenden Gebäudes
Vor Beginn der Bauarbeiten sind am bestehenden Gebäude Höhenbolzen zu setzen und einzumessen. Während der Bauarbeiten, erforderlichenfalls auch noch danach, sind in ausreichendem Maß Setzungsmessungen vorzunehmen. Außerdem ist der Zustand des gesamten Gebäudes während der Bauarbeiten zu beobachten. Die Messergebnisse und die Beobachtungen sind zu dokumentieren. Sind bereits Risse vorhanden oder treten während der Bauzeit Risse auf, so sind rechtzeitig Möglichkeiten für die laufende Beobachtung weiterer Bewegungen, z. B. durch Anbringen von Gipsmarken oder Rissmonitoren, zu schaffen. Falls dies zur Vermeidung weiterer Schäden erforderlich ist, sind nach 6.5 Sicherungsmaßnahmen einzuleiten bzw. zusätzliche Sicherungsmaßnahmen anzuordnen.

DIN 4150 Teil III weist aus:

5.2.1 Allgemeines
Bei der Durchführung von Baumaßnahmen können durch die Anwendung bestimmter Baumethoden verfahrensbedingt nennenswerte Erschütterungen auftreten. Diese Quellen lassen sich in der Regel als impulsförmige oder stationäre Punktquellen charakterisieren.

5.2.3 Stationäre Erschütterungsquellen
Stationäre Erschütterungen werden z. B. erzeugt beim Einsatz von Vibrationsrammen; Verdichtungsgeräten wie Vibrationswalzen und -platten und Tiefenrüttlern.

5.2.4 Erschütterungen aus allgemeinem Baubetrieb
Auf Baustellen gibt es viele Vorgänge, die in der Regel nicht zu wesentlichen Erschütterungen führen, wie z. B. die Herstellung von Bohrpfählen oder Schlitzwänden. Jedoch können z. B. beim Auftreten von Hindernissen wesentliche Erschütterungen entstehen. Auch der Einsatz von Tunnelbohrmaschinen in der Nähe von Gebäuden kann zu wesentlichen Erschütterungen führen.

DIN EN 12063 weist aus:

Ausführung von besonderen geotechnischen Arbeiten (Spezialtiefbau) Spundwandkonstruktionen

11.2 Einwirkung auf umliegende Bauwerke und Anlagen
Wenn in der Nachbarschaft der Baustelle Bauwerke und Einrichtungen stehen, die für Bauschäden anfällig sind, muss der Zustand dieser Bauwerke vor Ausführungsbeginn sorgfältig erfasst und dokumentiert werden. Während des Einbringens oder des Ziehens der Spundbohlen durch Rammen oder Vibration müssen die betroffenen Bauwerke regelmäßig kontrolliert werden

Wie lautet die Vorschlagsweise Regelung gemäß VOB bei Hochbau- und Tiefbauleistungen?

Vorschlag zur einheitlichen Regelung der außergerichtlichen Baustellenbeweissicherung in der VOB/B und C bzw. in Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen

Teil B, § 3.4:
Vor Beginn der Arbeiten, spätestens vor deren Einwirkungen auf bauliche Anlagen, Gelände, Gewässer/Grundwasser, Bepflanzungen und

sonstige Objekte von Wert sind diese zum Zwecke des Veränderungsnachweises vom Auftraggeber oder Auftragnehmer in ausreichendem

Umfange verantwortlich zu dokumentieren. Die Dokumentation ist dem Vertragspartner vollständig und rechtzeitig zur Verfügung zu stellen.

VOB, Teil C, DIN 18300-18320, 18325, 18335 und 18349

Im VOB Teil B § 3.4 findet sich folgende Festlegung: Vor Beginn der Arbeiten ist, soweit notwendig, der Zustand der Straßen und Geländeoberfläche, der Vorfluter und Vorflutleitungen, ferner der baulichen Anlagen im Baubereich in einer Niederschrift festzuhalten, die vom Auftraggeber und Auftragnehmer anzuerkennen ist. Nicht geregelt ist, wer diese Niederschrift vorzunehmen hat. In VOB, Teil C, DIN 18300 bis 18349 gibt es insoweit unter dem Aspekt Nebenleistung/besonders zu vergütende Leistung eine differenzierte Regelung. Danach ist die Mitwirkung des Auftragnehmers bzw. seines zuständigen Mitarbeiters an der Aufnahme und Protokollierung immer eine nicht besonders zu vergütende Nebenleistung. Einzelheiten hierzu finden sich in der jeweiligen Tiefbau-ATV (DIN 18300 ff) unter Ziff. 4.1.

Warum empfehlen wir die Mindestanforderungen der Sachverständigendiesntleistungen?

Die immer dichter werdende Bebauung, die Mechanisierung der Bauverfahren, der Trend zur Ausnutzung von Grundstücken auch durch Tiefkeller, Vorbauten in Straßenzonen usw., die immer häufigere Verlegung von Leitungen unter Flur, der Ausbau von Stadtstraßen und ähnliches, geht mit einer Vielfalt unterschiedlicher Einwirkungen auf bestehende Gebäude und bauliche Anlagen einher, die manchmal zu ungewollten Schäden führen können.

Meist kann ein Zusammenhang mit den genannten Einwirkungen im Nachhinein physikalisch/technisch nur schwer hergestellt werden. Häufig gelingt dies überhaupt nicht, es sei denn, die Normativen Weisungen und empfohlenen Techniken einer heutigen Verfahrenwahl sowie moderner Beweissicherungsverfahren Methoden werden als Instrument eingesetzt.

Vielfach führen Anlieger alte Schäden aus Unkenntnis oder anderen Gründen auf die benachbarten Baumaßnahmen bzw. deren Auswirkungen zurück und begehren Schadenersatz. Anlieger und Nachbarn, die Schäden an ihren baulichen Anlagen erlitten haben, können diese nicht beurteilen oder sind verunsichert, welche Schäden auf die benachbarten Baumaßnahmen zurückzuführen sind.

Um diese Unsicherheiten in der Beweisführung bestmöglich auszuschalten, hat sich allmählich das Instrument der außergerichtlichen (privaten) Baustellenbeweissicherung entwickelt und auch durchgesetzt. Überwiegend werden vermehrt ö.b.u.v. Bau-Sachverständige und auch zertifizierte und überwachte Bausachverständige nach DIN 17024:2012 nach den Vorgaben der Ausschreibenden herangezogen, aufgrund Ihres besonderen Qualitätsnachweises Ihrer besonderen Ausbildung. In bescheidenem Umfang hat es auch in die einschlägigen Regelwerke Eingang gefunden. Ein geschlossenes Aufnahmeverfahren zur Sicherstellung des erforderlichen Qualitätsstandards ist in diesen Regelwerken jedoch nicht enthalten, obwohl außergerichtliche Beweissicherungen mittlerweile (von Instituten, Ingenieurbüros) massenhaft vorgenommen werden. Entsprechend unterschiedlich fällt dann auch die Aufnahme- und Dokumentationsqualität aus. Eine privatrechtliche außergerichtliche Beweissicherungsmaßnahme sollte immer die gleichen Qualitätsstandards haben oder gleiche Anforderungen einer gerichtlichen Beweissicherung nachhaltig gleichwertig voraussetzen.

Datenloggmessmethoden

Wozu dienen Langzeitmessungen mit so genannten Datenloggern?

Die Raumklima-Langzeitmessungen mittels Messgeräten, die über längere Zeiträume Temperatur und Luftfeuchte in regelmäßigen Intervallen erfassen und speichern (sog. Datenlogger), sind sehr gut geeignet, um das Nutzerverhalten zu kontrollieren. Messungen im Schlafzimmer und Wohnungszimmern und gleichzeitig im Außenbereich über mindestens 7, besser 10 Tage, zeigen in der Regel, wie sich die Bewohner (Nutzer) verhalten. Die Messungen sind allerdings nur aussagekräftig, wenn die Außenluft deutlich trockener und kühler ist als die Raumluft. Zwar kann man in manchen Fällen erkennen, dass in den ersten 2 bis 3 Tagen sehr intensiv geheizt und gelüftet wird, da die Geräte aber relativ unscheinbar sind, werden sie meist nach kurzer Zeit vergessen und nach einigen Tagen wird geheizt und gelüftet wie immer.

Was muss ich über konstruktive Wärmebrücken wissen?

In der Winterperiode ist die warme Innenraumluft physikalisch in der Lage, einen höheren Anteil an Wasserdampf zu binden als die kühle Außenluft. Gleichzeitig wirken Bauteile, die nicht thermisch getrennt sind, in dieser Periode als Wärmebrücken. In solchen Bauteilen entsteht von innen nach außen ein konstantes Temperaturgefälle.

Wenn auf der Innenseite eine Oberflächentemperatur von weniger als 12,6° C entsteht, führt dies dazu, dass an dieser Stelle (in Abhängigkeit von der im Raum tatsächlich vorhandenen relativen Luftfeuchtigkeit) eine erhöhte relative Luftfeuchtigkeit bis hin zum Ausfall von Tauwasser (Taupunktausfall) mit der Folge von Schimmelpilzbildung entsteht.

Thermografiemessung

Wie lautet das Messprinzip bei der Thermografiemessung?

Bei der Thermografie wird die Verteilung der Temperatur auf der zu untersuchenden Oberfläche durch Erfassung der langwelligen infraroten Strahlung ermittelt. Höhere Oberflächentemperaturen weisen auf einen hohen Wärmetransport infolge der Durchfeuchtung der Wärmedämmung hin.

Die Anforderungen an die Infrarotkamera sind aufgrund der häufigen kleinen Temperaturunterschiede, der teilweise sehr großen und komplex aufgebauten Messflächen sowie der großen Datenmengen sehr hoch. Dies Verfahren hat den Vorteil, dass ein anschauliches Bild (für den Fachmann und Laien erkennbar und verständlich) entsteht. Der Wärmestrom wird je nach Fragestellung und konstruktiver Ausführung durch Strahlung, Leitung oder Konvektion auf die Bauteiloberfläche übertragen. Voraussetzung bei einer Thermografie auf einem (Beispiel) Flachdach ist allerdings, dass ein ungestörter Blick auf größere Flächenabschnitte möglich ist.

Wie werden eine Leckortung oder eine Bohrlochbestimmung durchgeführt?

Die bei einer Leckage entstehenden Temperaturdifferenzen lassen sich mit der Thermografie gut erkennen. Je nach Verlegeart und Leckagemenge sind die Erfolgsaussichten einer Leckortung einzuordnen. Bei ungünstigen Verhältnissen kann eine Leckortung mit Thermografie ggf. nicht sinnvoll sein. Hier sind dann andere Verfahren wie z. B. Ausströmakustik oder Gasspürverfahren oder übliche Druckverfahren einzusetzen.

Wird nach einem Feuchteschaden eine Bautrocknung notwendig, ist es sinnvoll, durch eine thermografische Bohrlochbestimmung das Risiko eines Bohrschadens zu senken. Die Bohrung kann dann gefahrlos an einer Stelle durchgeführt werden, wo sich keine Heizungsleitung befindet.

Wie entstehen Wärmebrücken?

Wandtemperaturen – Bauschäden und Schimmelbefall sind die Folge. Wärmebrücken sind sowohl bei alten Häusern als auch bei neuen Bauobjekten vorzufinden. Sie können lokal eng begrenzt sein oder großflächig wirken. Je nach Art, Intensität und örtlichen und bauphysikalischen Gegebenheiten sind nachteilige Folgen für die Bausubstanz oder das Wohlbefinden der Bewohner zu erwarten. Wärmebrücken sind beispielsweise: Ungenügend durchdachte bzw. ausgeführte konstruktive Details, Verwendung unterschiedlicher Baustoffe aus statischen Gründen oder bei Ausbesserungsarbeiten Fensterstürze, Rolladenkästen und Balkonanbindungen, ungedämmte Gebäudesockel, Fugen und Stöße bei Plattenbauten und Wärmedämmpaneelen, unzureichende Dämmung in Fensterrahmenprofilen. Bei Bauschäden spielen oft auch Luftundichtigkeiten in der Gebäudehülle eine Rolle. Durch sie kann beispielsweise feuchtebeladene Raumluft nach außen strömen und in den Bauteilen auskondensieren. Daneben werden Beeinträchtigungen der Wohnqualität durch Zugluft besonders häufig bemängelt.

Wie hilft Thermografie bei Luftundichtigkeiten?

Der Blower-Door-Test allein ermöglicht noch keine genaue Ortung und Bewertung der Luftleckagen. Durch die Luftdichtigkeitsprüfung mit der Blower-Door werden die Luftströmungen durch die Gebäudehülle in ihrer Gesamtheit quantifiziert. Sie werden bezogen auf das Raumvolumen als Luftwechselzahl n 50 angegeben.

Die Frage nach Ort und Ausmaß der Leckstellen, durch die unerwünschte Luftströmungen eintreten, ist damit nicht beantwortet.


Auswirkungen von Luftleckagen

Eine undichte Gebäudehülle mit unerwünschten Leckageöffnungen birgt viele Nachteile in sich: Feuchtebeladene Warmluft kühlt auf dem Weg nach außen ab, bis Kondensationsfeuchte auftritt (Gefahr von Schimmelpilzbildung!). Besonders im Winter, ist mit dem Eindringen von Kaltluft (Taupunktausfall) zu rechnen. Diese führt dann neben einem erhöhten Wärmebedarf zu Behaglichkeitsverlusten und Zugerscheinungen an exponierten Stellen.

Wo liegen die technischen Grenzen der thermografischen Messung?

Anhand des Wärmebildes können somit durchfeuchtete Bereiche erfasst werden, die jedoch nicht notwendigerweise mit einer Leckstelle übereinstimmen müssen. Voraussetzung für das Verfahren ist ein Temperaturunterschied zwischen innen und außen von mindestens 15°. Bei Anwendung der Thermografie von innen, können Leuchten, abgehängte Decken und Dachträger das Ergebnis der Leckortung erheblich verfälschen. Das Verfahren erfasst nur die Oberflächenschicht, nicht jedoch in verschiedenen Tiefen liegende Leckstellen oder vermutete Störungsstellen.

Feuchtemessung

Was versteht man unter elektronischer Oberflächenfeuchtemessungen im Di-Elektrizitätsverfahren?

Für die Messung der Oberflächenfeuchte von Bauteilen werden so genannte elektronische Messgeräte, wie z. B. das Gerät GANN Hydronette RTU mit der Oberflächen-Messsonde B 60 verwendet. Die ablesbaren Skaleneinheiten (Digits) können anhand von Referenzwerten des Geräteherstellers zur orientierenden Beurteilung der Materialfeuchte herangezogen werden. Die digitale Anzeige weist den Relativ-Messwert aus, der sich nicht unmittelbar in den tatsächlichen Wert des Feuchtegehaltes der jeweiligen Baustoffe umrechnen lässt.

Im Überwiegenden werden solche Messverfahren bei Leitungswasserschäden und sonstigen Baufeuchteschäden sowie Materialfeuchtebestimmungen eingesetzt. Gemäß Herstellerangabe gelten folgende Referenzwerte als gesichert:

Elektronische Oberflächenfeuchtemessungen im Di-Elektrizitätsverfahren

Elektronische Oberflüchenfeuchtemessungen im Di-Elektrizitütsverfahren
 

Bei Anzeigen über 130 Digits ist, je nach Rohdichte, schon mit beginnenden Flüssigwasservorkommen zu rechnen. Die Anzeigen (Digits) stehen in Abhängigkeit zur Material Rohdichte. Zur Beurteilung der Feuchte eines bestimmten Materials ist also die Kenntnis seiner Rohrdichte erforderlich.

Diese Messmethode eignet sich sehr gut zur Suche nach erhöhter Feuchte und zur Feststellung von deren Ausdehnungen an unverkleideten Wänden. Es handelt sich hierbei lediglich um relative Orientierungswerte mit erheblicher Ungenauigkeit. Deshalb sind Vergleichsmessungen an trockenen Bereichen zuvor zu empfehlen.

Was ist das Mikrowellen-Verfahren?

Das Ergebnis der elektronischen Feuchtemessung kann nach oben verfälscht werden, wenn sich in den Kapillarporen des Mauerwerkes Salze aus einer vorangegangenen Belastung eingelagert haben. Ein solcher Fall bei Versalzungen kann immer augenscheinlich und visuell erkannt werden. Es empfiehlt sich hier, wenn es möglich ist, so genannte elektronische Feuchtemessungen von Baustoffen im Mikrowellen-Verfahren durchzuführen. Dies bedeutet nicht, dass bei mehrfachen Referenzen kein Annäherungsergebnis erreicht werden kann.

Im Mauerwerk eingelagerte Salzkristalle führen zu einer hygroskopischen Wasseraufnahme, d.h. sie lagern Wassermolekühle aus der Raumluft an und dadurch steigt der Feuchtegehalt des Baustoffs. Da Luftfeuchte in der Regel immer als verfügbar vorausgesetzt werden kann, ist es insbesondere bei porösen Bauteilen sehr unwahrscheinlich, dass extrem hohe Geräte-Messwerte ausschließlich auf der Anwesenheit von Salzen bei ansonsten völliger Abwesenheit von Feuchte beruhen. Einige Vergleichsversuche zwischen dem elektronischen Messverfahren und der gravimetrischen Feuchtebestimmung haben dies bestätigt. Bei so genannten Mikrowellen-Handmessgeräten können eingelagerte Salze im Baustoff wegen der hohen Frequenz des Gerätes nicht nachteilig als Auswirkungen wahrgenommen werden. Bei verputzten Wänden kann nach dem Entfernen der Putzschicht der Feuchtegehalt des Mauerwerkes sehr präzise bestimmt werden, unabhängig von der Anwesenheit von Salzen.

Was sind das CM-Verfahren, wo wird es eingesetzt und was sind Nachteile hierbei?

Für die mobile Feuchtebestimmung von mineralischen Baustoffen ist das CM-Verfahren mit dem CM-Messgerät üblicherweise praxisbewährt. Aus dem zu prüfenden Bauteil wird das Prüfgut herausgetrennt und direkt in einer Mörserschale pulverförmig zerkleinert. 

Überwiegende Einsatzbereiche

Feuchtebestimmungen / Restfeuchtebestimmung bei Estrich oder Industrieböden, die entsprechend auf ihre noch vorhandene Restfeuchte zu prüfen sind, um nach Freigabewerten weiterführende Endbelege schadensfrei aufnehmen zu können. Dieses so genannte CM-Verfahren wird überwiegend für weiterführende Bodenbelege wie z. B. Parkettböden, Anstriche, Fliesenbelege und sonstige Spezialbelege angewandt.

Nachteil ist hier

Das nicht zerstörungsfrei gearbeitet werden kann. Bei gebotener Berücksichtigung der Ungenauigkeit bietet jedoch das CM-Gerät eine ausreichend genaue und preiswerte Möglichkeit der sofortigen örtlichen Bestimmung (Nachweises) des Wassergehaltes in Baustoffen. Jedoch ist diese Messmethode aufgrund der unterschiedlichen Gegebenheiten als strittig und letztendlich rechtlich nicht als nachhaltig genug anzusehen.

Wie funktioniert die Feuchtebestimmung von Estrichflächen und Putzen?

Die Feuchtebestimmung von Estrichflächen und Putzen geschieht mit hochfrequenten Messgeräten mit entsprechenden Zulassungen. Die Messgenauigkeit solcher Geräte wurde von der Universität Weimar geprüft wobei maximale Abweichungen von den Trockenschrankwerten bei normgerechtem Zementestrich + 0,2 %, bei Anhydritestrichen von + 0,1 % und bei Anhydrit-Heizestrich + 0,4 % bestätigt werden.

Die Prüfungen werden an weiteren Baustoffen fortgeführt und sind veröffentlicht. Bestätigte Baustellennotizen (Messprotokoll) und Prüfberichte der jeweiligen Estriche werden von Gerichten anerkannt. Zusammen mit dem Prüfblock kann man damit auf der Baustelle die Messgenauigkeit und die Funktionsgenauigkeit des hochfrequenten Gerätes nachweisen.

Beim direkten Vergleich der Messergebnisse zwischen CM-Messgerät, und hochfrequentem Gerät und Trockenschrank-Methode zeigt das CM-Gerät bei Zementestrich eine Abweichung von -1,4 – -2,0 %.

Den richtigen Zeitpunkt zum Verlegen von Naturstein, Parkett, Fliesen und Bodenbelägen, oder zum Beschichten von Baustoff-Untergründen bestimmt der Trocknungszustand des Baustoffes und nicht der Zeit- und Finanzplan des Bauherrn, denn gerade der Bauherr hätte den größten Schaden bei mangelhaften Nutzbelägen. Das elektronische Feuchtigkeitsmessgerät eignet sich dazu, in kürzester Zeit den bestmöglichen Überblick über den relativen Feuchtigkeitsgehalt eines Baustoffes an einer größeren Fläche zu ermitteln, da man viele Messungen fast zeitgleich an verschiedenen Stellen vornehmen kann, ohne den Baustoff (Oberflächen) zerstören zu müssen.

Wissenswertes für nationale und internationale Anleger, Verbraucher und Gerichte sowie aus der Versicherungsgesellschaft in der EU und Deutschland DIN EN ISO/IEC 17024:2012

Was ist die SVG office GmbH?

Die zunehmende Globalisierung der Märkte macht letztlich die Schaffung international anerkannter Regelwerke erforderlich. Durch die zwischenzeitlich geschaffenen internationalen Richtlinien erlangen Standards und Begriffe wie “Qualitätssicherung” eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die deutsche Wertermittlungspraxis. Eine für den Verbraucher oder für Gerichte unabdingbare Qualitätssicherung ist nur dann möglich, wenn im gesamten Wirtschaftsraum der Europäischen Union einheitliche Grundlagen zur Überprüfung der fachlichen Kompetenz für Sachverständige angewandt werden, die von Behörden, Justiz und anderen Marktteilnehmern anerkannt und beachtet werden.

 

Die SVG office GmbH Zertifizierungsstelle ist europaweit tätig und setzt sich für die gegenseitige Anerkennung von Zertifizierungen in den Ländern der EU ein. Schon heute genießt die SVG office GmbH ein sehr hohes Ansehen, diese Anerkennung überträgt sich in allen Bereichen auf die zertifizierten Sachverständigen. Um diesen Weg erfolgreich für den Markt weiter zu entwickeln, ist es erforderlich, dass die bestehenden nationalen Qualitätssysteme (z. B. in Deutschland die öffentliche Bestellung und Vereidigung) entsprechend der Forderung der Europäischen Union in zukunftsorientierte Verfahren mit europaweiter Anerkennung angepasst werden. Eine Zertifizierung durch die SVG office GmbH unter Berücksichtigung der DIN EN ISO/IEC 17024 erzielt europaweit mit die höchste Anerkennung. Zurzeit stellt die erfolgreiche Teilnahme an einem Zertifizierungsverfahren für Sachverständige die höchste Qualifikationsstufe mit größter Akzeptanz durch den Markt dar.

Zertifizierte Sachverständige unterliegen hinsichtlich ihrer persönlichen Eignung und ihrer hohen fachlichen Qualifikation der regelmäßigen Kontrolle der Zertifizierungsstelle. Ihre Arbeit wird ständig überwacht (z. B. durch stichprobenhaft durchgeführte jährliche Kontrollen gefertigter Gutachten). Die Gültigkeitsdauer des ausgestellten Zertifikats ist auf drei bzw. fünf Jahre begrenzt. Danach muss sich der Sachverständige rezertifizieren lassen. Diese Qualifikation als Personen-zertifizierter Sachverständiger gemäß DIN EN ISO/IEC 17024:2012 ist europa- und weltweit anerkannt.

Als international anerkanntes Qualitätssicherungssystem setzt sich der Zertifizierungsprozess unter Berücksichtung der DIN EN ISO/IEC 17024:2012 gegenüber den rein nationalen Qualifizierungen immer mehr durch. Vergleichbar ist das mit der Entwicklung vom deutschen Diplomingenieur zum internationalen Bachelor und Master. Gemeinsamkeiten zwischen der öffentlichen Bestellung und der Zertifizierung: Beide Systeme sind darauf ausgerichtet, der Öffentlichkeit fachlich und persönlich qualifizierte Sachverständige zur Verfügung zu stellen.

Alle von der EU beschlossenen Richtlinien sind für sämtliche Mitgliedsstaaten verbindlich, das heißt, dass sie als Richtlinie festgesetzt und ab dem 01.01.2010 in nationales Recht umgesetzt wurden, was wiederum als Folge dann insbesondere öffentliche Stellen zur Anwendung verpflichtet.

Warum eine Personenzertifizierung gemäß DIN EN ISO/IEC 17024:2012?

Der Sachverständige gemäß DIN EN ISO/IEC 17024:2012 unterliegt einem internationalen anerkannten Qualitätssicherungssystem, durch die fachbezogene Zertifizierungsmaßnahme weist dieser die vorausgesetzte Eignung nach und kann durch zusätzliche Module oder Zusatzqualifikation in diesem Qualitätssicherungssystem gemäß DIN EN ISO/IEC 17024:2012 besondere zusätzliche Fachlichkeitserweiterungen nachweisen und auch erfüllen. Wollen beispielsweise EU angehörige oder internationale Anleger in Deutschland oder in der EU in Immobilien investieren, so besteht für sie Bedarf an Sachverständigen, die über ein Zertifikat verfügen, das Kompetenz, Zuverlässigkeit und weltweites Vertrauen dokumentiert.

Eine viel geäußerte Frage von Personen, die u. a. für die Versicherungswirtschaft Gebäudeschäden begutachten wollen oder bereits tätig sind, lautet:

Warum soll ich mich zertifizieren lassen? Ich besitze ja schließlich einen Hochschulabschluss; ist das nicht ausreichender Beweis meiner Qualifikation?

Was unterscheidet also die Zertifizierung von einem Fachhochschulabschluss bzw. Hochschulabschluss?

Die Begutachtung und Beurteilung von Gebäudeschäden ist nicht alleine theoretisch erlernbar (zumal es in diesem Bereich keinen genormten Ausbildungsweg gibt).

Die in langjähriger Praxis gewonnenen Erfahrungen sind durch kein Studium zu ersetzen. Nur die Kombination von theoretischem Wissen und jahrelanger praktischer Erfahrung ermöglicht die Kompetenz, die ein anspruchsvoller Auftraggeber erwartet.

Eine Zertifizierung als Sachverständiger für Bau- und Versicherungsschäden bzw. Gebäude- und Haftpflichtschäden oder Gebäudebewertungen setzt voraus, dass der Sachverständige nach einer fundierten theoretischen und forensischen Ausbildung (z. B. einem einschlägigen Studium) mehrere Jahre intensive praktische Bewertungstätigkeit auf dem Sachgebiet ausgeübt hat.

Aber nicht nur allein die praktische Erfahrung unterscheidet den Personen-zertifizierten und überwachten Sachverständigen von den nur Hochschul- oder Akademie- Absolventen. Die Pflicht zur Weiterbildung, die regelmäßige Überprüfung von Arbeitsproben und Wissensstand und der ggf. drohende Zertifikatsentzug bewirken, dass die zertifizierten und überwachten Sachverständigen sich nicht auf einem einmalig erreichten Abschluss ausruhen können, sondern gezwungen sind, ihr Fachwissen ständig aktuell zu halten und sich mit den jeweils neuesten bewertungstheoretischen Erkenntnissen auseinander zu setzen.

Die zunehmende Globalisierung der Märkte macht letztlich die Schaffung international anerkannter Regelwerke erforderlich. Durch die zwischenzeitlich geschaffenen internationalen Richtlinien erlangen Standards und Begriffe wie “Qualitätssicherung” eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die deutsche Wertermittlung und Bau-Schadens- und Versicherungspraxis.

Eine für den Verbraucher oder für Gerichte unabdingbare Qualitätssicherung ist nur dann möglich, wenn im gesamten Wirtschaftsraum der Europäischen Union einheitliche Grundlagen zur Überprüfung der fachlichen Kompetenz für Sachverständige angewandt werden, die von Behörden, Justiz und anderen Marktteilnehmern anerkannt und beachtet und immer mehr genutzt werden.

Alle von der EU beschlossenen Richtlinien sind für sämtliche Mitgliedsstaaten verbindlich, das heißt, dass sie als Richtlinie festgesetzt und ab dem 01.01.2010 in nationales Recht umgesetzt wurden, was wiederum als Folge dann insbesondere öffentliche Stellen zur Anwendung verpflichtet.

Über welche Personenzertifizierungen verfügt das Sachverständigenbüro Grams?

Fachrichtung: Verkehrs- und Beleihungswertgutachten

  • Von der IHK zu Flensburg öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken
  • Durch die SVG office GmbH gemäß DIN EN ISO/IEC 17024:2012, Personen-zertifizierter Sachverständiger für die Wertermittlung von bebauten und unbebauten Grundstücken

Zertifikat Nr. ZN-20120120-0231

Zusatzqualifikation:

  • Beleihungswertermittlung nach BelWertV, Verkehrswerte nach ImmoWertV i.S.d § 194 BauGB finanzwirtschaftliche, handelsrechtliche und steuerliche Bewertungen, Wertermittlungen im Zusammenhang mit Vormundschaftsangelegenheiten i. S. d § 194 BauGB

Siehe Fachrichtungen “Fachrichtung”

Fachrichtung: Hochbau / Mauerwerksbau und Stahlbetonbau

  • Von der HWK zu Flensburg öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für den Fachbereich des Maurer- und Betonbauerhandwerk

Siehe Fachrichtungen “Fachrichtung”

Fachrichtung: Bau- und Versicherungsschäden

  • Durch die SVG office GmbH gemäß DIN EN ISO/IEC 17024:2012, Personen-zertifizierter Sachverständiger für den Fachbereich von Bau- und Versicherungsschäden, zertifiziert gemäß. DIN ISO/IEC 17024 :2012

Zertifikat Nr. ZN – 20110713 – 0182

Zusatzqualifikation:

  • Feuchte- und Schimmelpilzschäden, Bauwerksabdichtung, Bautrocknungsverfahren, Beurteilung energetischer Maßnahmen an Gebäuden, konzeptionelle Schimmelsanierungsvorschläge

Wissenswertes zum öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen der IHK´s in Deutschland

Wass sollte ich über öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige der IHK´s in Deutschland wissen?
Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken vereidigt von der Industrie- und Handelskammer zu Flensburg

Den öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen gibt es ausschließlich nur in Deutschland. Durch die Novellierung des § 36 GewO und die Einführung des § 36a GewO wurden die gesetzlichen Regelungen zur öffentlichen Bestellung an die europarechtlichen Anforderungen der Dienstleistungsrichtlinie (2006/123/EG) und der Berufsanerkennungsrichtlinie (2005/36/EG) angepasst.

Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige werden in der Regel für fünf Jahre bestellt. Vor der Wiederbestellung wird von den bestellenden Behörden geprüft, ob noch alle Bestellungsvoraussetzungen vorliegen. Ein besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, ob die Sachverständigen ihrer Pflicht zur stetigen Fortbildung im jeweiligen Bestellungsgebiet nachgekommen sind.

Die Grundpflichten eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen sind Objektivität, Unparteilichkeit und Weisungsfreiheit. Hierauf muss er einen Eid leisten. Ein Verstoß gegen diese Pflichten stellt einen Straftatbestand dar.

Im Vertrauen auf diesen geleisteten Eid sollen in Gerichtsverfahren in Deutschland im Regelfall öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige zur Erstellung von Gutachten herangezogen werden (§ 404 Abs. 2 Zivilprozessordnung); dies gilt auch für Dolmetscher. Diese Grundpflichten eines ö. b. u. v. Sachverständigen gelten nicht nur gegenüber Gerichten, sondern auch gegenüber jedem privaten Auftraggeber.

Nur Bewerber, die ihre fachliche und persönliche Qualifikation im Prüfungsverfahren unter Beweis stellen konnten, haben einen Anspruch auf die Bestellung. Im Gegensatz zu früher wird nicht mehr geprüft, ob tatsächlich ein Bedarf für die Bestellung eines Sachverständigen für das jeweilige Fachgebiet besteht. Dies ist unter dem juristischen Gesichtspunkt der freien Berufsausübung zu sehen. Daher können inzwischen auch Angestellte von Sachverständigenbüros und Unternehmen sowie Angehörige des öffentlichen Dienstes öffentlich bestellt werden.

Im Gegensatz zur allgemeinen Bezeichnung Sachverständiger ist die Bezeichnung öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger (Abkürzung: ö. b. u. v.) nach § 132a gesetzlich geschützt.

Alle von den in Deutschland ansässigen 80 IHK´s öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen werden in einem offiziellen bundesweiten Sachverständigenverzeichnis() geführt. Dies enthält Angaben zu 8.446 (Stand November 2011) von Industrie- und Handelskammern, von Architekten-, Ingenieur- und Landwirtschaftskammern öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen. Seit dem 1. Januar 2008 befindet sich auch ein Teil der Regierungssachverständigen des Landes Bayern im bundesweiten Sachverständigenverzeichnis. Seit diesem Zeitpunkt sind die bayerischen IHK´s für diese Sachverständigen zuständig.

Die gesetzliche Grundlage für die öffentliche Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen findet sich in § 36 GewO.

Der so genannte Bestellungstenor gibt Auskunft über die bestellende Behörde und den Fach- bzw. Tätigkeitsbereich.

Ein Bestellungstenor lautet bestellt von den Handwerkskammern zum Beispiel Von der HWK zu Flensburg öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für den Fachbereich des Maurer- und Betonbauerhandwerks.

Die öffentliche Bestellung kann in unterschiedlichsten Fachbereichen, wie z.B. bei den IHK´s lauten Von der IHK zu Flensburg öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken oder Von der IHK zu Flensburg öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schäden an Gebäuden oder anderen Bestellansässigen IHK´s wie zum Beispiel zu Berlin / zu Köln u. a.

Wissenswertes zum öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen der Handwerkskammer in Deutschland

Wozu dienen vereidigte Sachverständige im Handwerk?
Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger
von der Handwerkskammer Flensburg für das Maurer- und Betonbauerhandwerk

“Aufgabe der Handwerkskammer ist …, Sachverständige zur Erstattung von Gutachten über Waren, Leistungen und Preise von Handwerkern und von handwerksähnlichem Gewerbe zu bestellen und zu vereidigen” (§91, Abs. 1 Nr. 8 der Handwerksordnung).

Wer kann als Sachverständiger bestellt und vereidigt werden?

Bestellt und vereidigt werden kann ausschließlich jemand, der:

  • sein Fachgebiet aus betrieblicher Praxis kennt

  • ein Fachmann mit überdurchschnittlichen Kenntnissen in seinem Fachgebiet ist und
    sich entsprechend auch schriftlich und mündlich zu Streitfällen äußern kann

  • über die zur Abgabe von Gutachten erforderlichen Einrichtungen und Geräte verfügt

  • die Gewähr für Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bietet

  • und die persönliche Eignung besitzt.

Was sind Aufgaben, Pflichten und Vorteile der Sachverständigen?

Die Sachverständigen

  • müssen einen Eid dahingehend ablegen, dass sie ihre Gutachten unparteiisch, weisungsfrei, unabhängig, gewissenhaft und persönlich erstatten und die Schweigepflicht einhalten; sind befugt, bundesweit tätig zu werden, sind also regional nicht auf den Bezirk der für sie zuständigen Bestellungsbehörde beschränkt;
  • müssen ihre besondere (d.h. überdurchschnittliche) Sachkunde (i. d. R. im Rahmen einer mündlichen, schriftlichen, teilw. auch praktischen Fachkundeüberprüfung durch ein unabhängiges Gremium) und ihre persönliche Integrität nachweisen;

  • sind in Gerichtsverfahren bevorzugt zur Gutachtenerstattung heranzuziehen (vgl. §§ 404 Abs. 2 ZPO, 73 Abs. 2 StPO) aber auch gesetzlich verpflichtet, die von ihnen verlangten Gutachten zu erstatten; sie können daher Gerichtsgutachten nicht mit dem Hinweis auf die ggf. schlechtere Bezahlung nach dem JVEG ablehnen (vgl. §§ 407 Abs. 1 ZPO, 75 Abs. 1 StPO);

  • unterliegen während der Zeit ihrer öffentlichen Bestellung einem umfangreichen Pflichtenkatalog mit entsprechender Kontrolle durch die Handwerkskammer-Flensburg und unterliegen einer strengen Weiterbildungsverpflichtung; sie dürfen beispielsweise ihre Haftung für die Fälle grober Fahrlässigkeit nicht ausschließen oder der Höhe nach beschränken und müssen i. d. R. eine Berufs-Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben;

  • genießen für die Zeit ihrer öffentlichen Bestellung einen diesbezüglich gesetzlich geregelten Bezeichnungsschutz (vgl. § 132a Abs. 1 Nr. 3 StGB);

  • verlieren ihre öffentliche Bestellung durch Widerruf, wenn sie gegen den Pflichtenkatalog verstoßen, wenn sie fehlerhafte Gutachten erstatten, wenn sie insolvent oder straffällig werden.

Aufgrund dieser Unterschiede sind öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige grundsätzlich angehalten, ihre Bestellungskörperschaft und den genauen Tenor des Bestellungsgebietes anzugeben, sobald sie sich auf die öffentliche Bestellung berufen.

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