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Robert Grams
Sachverständigenbüro für Immobilienbewertung,
Bau- und Versicherungsschäden


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Thermografiemessung

Messprinzip

Bei der Thermografie wird die Verteilung der Temperatur auf der zu untersuchenden Oberfläche durch Erfassung der langwelligen infraroten Strahlung ermittelt. Höhere Oberflächentemperaturen weisen auf einen hohen Wärmetransport infolge der Durchfeuchtung der Wärmedämmung hin.

Die Anforderungen an die Infrarotkamera sind aufgrund der häufigen kleinen Temperaturunterschiede, der teilweise sehr großen und komplex aufgebauten Messflächen sowie der großen Datenmengen sehr hoch. Dies Verfahren hat den Vorteil, dass ein anschauliches Bild (für den Fachmann und Laien erkennbar und verständlich) entsteht. Der Wärmestrom wird je nach Fragestellung und konstruktiver Ausführung durch Strahlung, Leitung oder Konvektion auf die Bauteiloberfläche übertragen. Voraussetzung bei einer Thermografie auf einem (Beispiel) Flachdach ist allerdings, dass ein ungestörter Blick auf größere Flächenabschnitte möglich ist.

Leckortung/ Bohrlochbestimmung
Leckortung/ Bohrlochbestimmung

Leckortung/Bohrlochbestimmung

Die bei einer Leckage entstehenden Temperaturdifferenzen lassen sich mit der Thermografie gut erkennen. Je nach Verlegeart und Leckagemenge sind die Erfolgsaussichten einer Leckortung einzuordnen. Bei ungünstigen Verhältnissen kann eine Leckortung mit Thermografie ggf. nicht sinnvoll sein. Hier sind dann andere Verfahren wie z. B. Ausströmakustik oder Gasspürverfahren oder übliche Druckverfahren einzusetzen.

Wird nach einem Feuchteschaden eine Bautrocknung notwendig, ist es sinnvoll, durch eine thermografische Bohrlochbestimmung das Risiko eines Bohrschadens zu senken. Die Bohrung kann dann gefahrlos an einer Stelle durchgeführt werden, wo sich keine Heizungsleitung befindet.

Wärmebrücken
Wärmebrücken

Wärmebrücken

Wandtemperaturen - Bauschäden und Schimmelbefall sind die Folge. Wärmebrücken sind sowohl bei alten Häusern als auch bei neuen Bauobjekten vorzufinden. Sie können lokal eng begrenzt sein oder großflächig wirken. Je nach Art, Intensität und örtlichen und bauphysikalischen Gegebenheiten sind nachteilige Folgen für die Bausubstanz oder das Wohlbefinden der Bewohner zu erwarten. Wärmebrücken sind beispielsweise: Ungenügend durchdachte bzw. ausgeführte konstruktive Details, Verwendung unterschiedlicher Baustoffe aus statischen Gründen oder bei Ausbesserungsarbeiten Fensterstürze, Rolladenkästen und Balkonanbindungen, ungedämmte Gebäudesockel, Fugen und Stöße bei Plattenbauten und Wärmedämmpaneelen, unzureichende Dämmung in Fensterrahmenprofilen. Bei Bauschäden spielen oft auch Luftundichtigkeiten in der Gebäudehülle eine Rolle. Durch sie kann beispielsweise feuchtebeladene Raumluft nach außen strömen und in den Bauteilen auskondensieren. Daneben werden Beeinträchtigungen der Wohnqualität durch Zugluft besonders häufig bemängelt.

Luftundichtigkeiten
Luftundichtigkeiten

Luftundichtigkeiten

Der Blower-Door-Test allein ermöglicht noch keine genaue Ortung und Bewertung der Luftleckagen. Durch die Luftdichtigkeitsprüfung mit der Blower-Door werden die Luftströmungen durch die Gebäudehülle in ihrer Gesamtheit quantifiziert. Sie werden bezogen auf das Raumvolumen als Luftwechselzahl n 50 angegeben.

Die Frage nach Ort und Ausmaß der Leckstellen, durch die unerwünschte Luftströmungen eintreten, ist damit nicht beantwortet.


Auswirkungen von Luftleckagen

Eine undichte Gebäudehülle mit unerwünschten Leckageöffnungen birgt viele Nachteile in sich: Feuchtebeladene Warmluft kühlt auf dem Weg nach außen ab, bis Kondensationsfeuchte auftritt (Gefahr von Schimmelpilzbildung!). Besonders im Winter, ist mit dem Eindringen von Kaltluft (Taupunktausfall) zu rechnen. Diese führt dann neben einem erhöhten Wärmebedarf zu Behaglichkeitsverlusten und Zugerscheinungen an exponierten Stellen.

Technische Grenzen

Anhand des Wärmebildes können somit durchfeuchtete Bereiche erfasst werden, die jedoch nicht notwendigerweise mit einer Leckstelle übereinstimmen müssen. Voraussetzung für das Verfahren ist ein Temperaturunterschied zwischen innen und außen von mindestens 15°. Bei Anwendung der Thermografie von innen, können Leuchten, abgehängte Decken und Dachträger das Ergebnis der Leckortung erheblich verfälschen. Das Verfahren erfasst nur die Oberflächenschicht, nicht jedoch in verschiedenen Tiefen liegende Leckstellen oder vermutete Störungsstellen.

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